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Unternehmer-Gemeinschaft «5g» zur Stärkung des lokalen Baugewerbes

Turi Weiss, Architekt, Stein am Rhein, Walter Maus , Maus AG Heizung Sanitär Solar, Eschenz und Andreas Mark, Roesch Schreinerei AG, Diessenhofen gründeten die «5g», die zwischen Steckborn und Diessenhofen dem lokalen Baugewerbe neuen Schwung verleihen soll. Ein Interview mit den drei «5g»-Initianten im «Bote vom Untersee und Rhein» von Guido Elser. Die «5g» Initianten (v.l.n.r) Andreas Mark, Walter Maus, Turi Weiss
Die «5g» Initianten (v.l.n.r) Andreas Mark, Walter Maus, Turi Weiss

Was bezwecken Sie mit der Gründung der «5g»?

Turi Weiss: Obwohl in den vergangenen Monaten und Jahren zwischen Steckborn und Diessenhofen eine rege Bautätigkeit festgestellt wurde, ging das lokale Baugewerbe bei zahllosen Bauten leider leer aus. Der Grund dafür liegt wohl vor allem bei den Generalbaunternehmern, die in der Regel ohne jedes lokale Interesse ihre Aufträge vergeben. Ausschlaggebend in solchen Fällen ist nur der Preis. Leider spielen die Qualität und andere Vorteile von lokalen Unternehmen kaum eine Rolle. Um dieser unerfreulichen Tatsache entgegenzuwirken, ist Handeln angesagt. Für die «5g» konnten inzwischen bereits 27 Betriebe gewonnen werden, die gemeinsam an die Öffentlichkeit zu treten.

Aber sind Fertighäuser bei heute ebenfalls guter Qualität und breitem Angebot an Bau-Varianten und Ausbau-Standards nicht erheblich preisgünstiger als konventionelle Bauweisen?

Andreas Mark: Das Einzige, was uns die Generalbaufirmen bis anhin vor hatten, ist eine ausgereifte und eindrückliche Werbe- und Angebots-Strategie. Schon in einer frühen Phase kann sich der Bau-Interessent für einen Haustyp entscheiden und weiss demzufolge gleichzeitig, wie teuer ihn sein Traumhaus zu stehen kommt. Kleinste Anpassungen und Änderungen sind dabei jedoch nur gegen erhebliche Aufpreise möglich. Dies wollen und werden wir ändern. Die Stärke von «5g» wird nicht in einer fertigen Angebots-Palette liegen. Die Individualität wird unser Vorteil sein. Der Bau-Interessent skizziert uns sein gewünschtes Haus, gibt uns sein mögliches, finanzielles Budget bekannt und wir planen ihm sein Gebäude. Auf Wunsch natürlich ebenfalls zu einem Fixpreis.

Wollen Sie also mit der «5 g» in unserer Region eine Trendwende vor allem beim Bau von Einfamilienhäusern herbeiführen?

Walter Maus: Ja, das wollen wir in der Tat. Aber nicht nur bei Einfamilienhäusern, auch bei Gewerbe- und Industriebauten wird dieses System möglich sein. Ausserdem möchten wir den Generalbauunternehmern nicht den Krieg erklären. Wir weisen eher vor allem auf unsere Vorteile als regionale, gut ausgebildete und zukunftsorienterte Unternehmungen hin. Der Bau-Interessent wird bemerken, dass er diese Vorteile zum selben Preis erhält. Somit wird sich unsere Idee automatisch durchsetzen.

Was bedeutet denn ihr einprägsamer Slogan «5g»?

Andreas Mark: Dass unser Slogan «5g» einprägsam ist, freut uns sehr. «5g» ist die Abkürzung für «Fünf Gründe: regional, individuell, zuverlässig, gemeinsam, nachhaltig». Das sind keine leeren Worte. Unter «regional» bieten wir vor allem Unternehmungen aus der Region an, was automatisch auch mit Serviceleistungen vor Ort auch noch nach 10 oder mehr Jahren verbunden ist. Die «Individualität» haben wir bereits angesprochen und zeigt unsere Flexibität in jedem Bereich. «zuverlässig» bezeichnen wir unsere Arbeitsweise und vor allem unsere Mitglieder, von denen nicht wenige schon Jahrzehnte in unserer Region ansässig sind. Mit «gemeinsam» verstehen wir nicht nur die «5g»-Gemeinschaft, sondern schliessen auch die Bauherrschaft, die Behörden und die Banken mit ein, weil jeder diese Bausteine zum Erfolg eines Gebäudes notwendig sind.
« Nachhaltig» bedeutet Zukunftssicherung vom örtlichem Gewerbe, Sicherheit der Arbeitsplätze, Lehrlingsausbildung in über 15 Berufen., in der Region bleibende Steuergelder sowie auch umweltgerechte Bauweise.

Wie ist die denn «5 g»-Gemeinschaft organisiert ?


Walter Maus: Wie bei allen anderen Bauvorhaben bieten auch wir einen Ansprechpartner für alle Baubereiche. Dies wird bei «5g» das Architekturbüro Turi Weiss sein. Bevor ja die Handwerksbetriebe der
« 5g» wirken können, ist eine seriöse und ausgiebige Planung, unter Berücksichtigung und auch unter Mitwirkung der Bauherrschaft notwendig. Diese Phase geniesst bei uns hohe Priorität.

Sind nur die bisher 22 Baufirmen in der «5g» exklusiv vereint, oder sind Sie offen für weitere lokale Unternehmer?

Turi Weiss: Selbstverständlich sind wir offen für weitere Betriebe. Unter den 27 Unternehmer in der «5g » sind zur Zeit bereits mehrere Unternehmer der selben Branchen dabei. Als Eintritts-Bedingung in die «5g» gilt hauptsächlich die Akzeptanz aller Marktbegleiter (auch der selben Branche), sowie die Einhaltung der gemeinsam erarbeiteten Richtlinien. Nur wer bereit ist, den gemeinsam eingeschlagenen Weg zu gehen, wird letztendlich in die «5g» passen. Denn auch innerhalb der «5g»-Gemeinschaft wird der Wettbewerb spielen müssen, so dass letztendlich die Gesamtkosten eingehalten werden können.(ge)



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